MUT – Demokratische Lebenswelten in der sächsischen Jugendarbeit stärken

Logo Projekt MUT Rassismusprävention

Das Projekt

Das Projekt reagiert auf gesellschaftliche Polarisierungen, die sich im Alltag von Jugendlichen in Form von Ablehnungshaltungen manifestieren und im Arbeitsalltag der offenen und aufsuchenden Jugendarbeit wiederfinden lassen.

Ablehnungshaltungen werden hierbei als Teil der Lebenswelt junger Menschen verstanden, welche sich aus bestehenden Anforderungen im Alltag, individuellen Erfahrungen sowie entsprechenden subjektiv-biographischen und kollektiven Deutungen speisen und als (geteilte) Erfahrungsstruktur rekonstituiert werden.

Dabei setzt das Projekt nicht an einer allgemeinen Präventionslogik an, sondern am professionellen Blick der Fachkräfte auf ihre Praxis und im Speziellen auf ihre Adressat*innen.

Unser Angebot

Wir bieten Beratungen und Qualifizierungen für sozialpädagogische Fachkräfte der offenen und aufsuchenden Jugendarbeit sowie angrenzender Felder der Jugendhilfe, welche sich in den Handlungsfeldern Demokratiebildung und Arbeit an Ablehnungshaltungen bewegen und vor entsprechenden Herausforderungen durch ihre Adressat*innen und/oder in den Gemeinwesen stehen.

Das Projekt begleitet Fachkräfte dabei, entsprechende Prozesse der Demokratiebildung zu gestalten, welche sich gegen Ablehnungshaltungen und Ausgrenzung in den pädagogischen Kontexten und Lokalräumen wenden.

Hierfür werden Fortbildungen und kurz- bis mittelfristige Beratungen mit Fokus auf sozialpädagogische Handlungsstrategien angeboten.

MUT – Demokratische Lebenswelten ist Teil internationaler Fachdebatten im Rahmen des Erasmus+ JUGEND Small Scale Partnership Projektes. Mit sächsischen und österreichischen Fachkolleg*innen werden autoritäre Dynamiken aufgezeigt sowie Einstellungen im Kontext von Jugendarbeit und Strukturen der demokratischen Jugendbildung diskutiert.

Innerhalb des PartQ-Projektes ‚Kiezcollagen‘ wird der Ansatz aufsuchender politischer Bildung erprobt. Ziel ist es, die Teilhabe und Mitbestimmung von jungen Menschen im Quartier nachhaltig zu stärken.

Publikationen

 

Parkgespräche

Im Zuge der Pandemie fielen Räume für gesellschaftlichen Austausch weg. Bewohner*innen Sachsens haben sich mit ihren Themen und Problemen zunehmend ungehört und vernachlässigt gefühlt. Die Parkgespräche haben einen niedrigschwelligen Zugang zur Meinungsäußerung der Zivilgesellschaft im öffentlichen Raum ermöglicht und auf diese Weise Themen und Problemen im Erzgebirge und Vogtland Gehör verschafft. Im Anschluss wurden die Themen und Problemlagen mit Lokalraumexpert*innen der jeweiligen Standorte diskutiert. Die Ergebnisse wurden als Podcast festgehalten:

 

(Ge) Hör-Gänge

Nachdem der Begriff der friedlichen „Spaziergänge“ von völkisch-nationalistischen Akteuren im Zuge der Corona-Demonstrationen für ihre Ideologie vereinnahmt wurde, besetzen die „(Ge) Hör-Gänge“ den Begriff wieder neu. Der Modus des Spaziergangs ermöglichte einen niedrigschwelligen Austausch abseits formaler politischer Diskussionen. So wurde metaphorisch Bewegung in die ländlichen Regionen gebracht und demokratischen Positionen dort mehr Gehör verschafft. Die Ergebnisse wurden in Form eines Snippets festgehalten:

 

Ansprechpartner*innen

AGJF Sachsen e. V.
Projekt "MUT – Demokratische Lebenswelten in der sächsischen Jugendarbeit stärken"
Neefestraße 82
09119 Chemnitz

Madeleine Just
Telefon: (0371) 5 33 64 - 12
E-Mail: madeleine.just@agjf-sachsen.de

Yvette Hauptlorenz
Telefon: (0371) 5 33 64 - 19
E-Mail: y.hauptlorenz@agjf-sachsen.de