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connect - Geflüchtete und asylsuchende junge Menschen in der Jugendhilfe kompetent begleiten

connect - Geflüchtete und asylsuchende junge Menschen in der Jugendhilfe kompetent begleiten

Projektrahmen und Ausgangslage

Das neue Projekt der AGJF Sachsen connect - Geflüchtete und asylsuchende junge Menschen in der Jugendhilfe kompetent begleiten ist seit dem 01.Mai 2016 gestartet. connect knüpft inhaltlich an das Mikroprojekt Momentaufnahmen - Jugendarbeit in der Einwanderungsgesellschaft an, welches im Jahr 2015 umgesetzt wurde. Aus diesem und anderen Projekten der AGJF Sachsen e.V. sind einen Vielzahl von Themen von Fachkräften in der Arbeit mit jungen Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund an uns herangetragen worden bzw. als Ableitungen für die Weiterbildungs- und Beratungsarbeit hervorgegangen. Zu nennen wären hierbei u. a. die Themen:

  • Kommunikation (sowohl zwischen Fachkräften als auch gegenüber ihren Adressat_innen)
  • Reflexion der pädagogischen Haltung und Position zum Thema und die damit verbundene Öffnung für „neue“ Zielgruppen
  • Bildung und Wahrnehmung von Identitäten (z.B. in Bezug auf Flucht oder sexuelle Orientierung)

Mit der verstärkten Zuwanderung von Menschen aus Kriegs- und Krisenregionen seit dem Jahre 2014 erreichen auch immer mehr junge Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung die Einrichtungen der sächsischen Jugendhilfe. Die Arbeit mit und Inklusion von „neuen“ Zielgruppen schaffen „neue“ und spezifische Bedarfe und Aufträge, für die adäquate Angebote entwickelt werden müssen. Die Erfahrungen von Fachkräften aus der Jugendarbeit im Projekt „Momentaufnahmen“ zeigen außerdem, dass ein trägerübergreifender Austausch und eine verstärkte Vernetzung unter den Einrichtungen der Jugendhilfe notwendig sind.

Adressat_innen

Das Projekt richtet sich vordergründig an Fachkräfte der Jugendhilfe, die bei freien Trägern in Sachsen mit jungen Menschen mit Fluchterfahrung bzw. Migrationsgeschichte arbeiten. Darüber hinaus werden auch Fachkräfte bzw. engagierte Personen angesprochen, die über Projekte oder andere Formate Zugänge zu Jugendlichen mit Flucht- bzw. Migrationsgeschichte finden. Eine enge Kooperation mit bereits bestehenden regionalen Netzwerken und Arbeitskreisen sowie den Jugendämtern in den sächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten wird angestrebt.

Zielstellungen

Ziele des Projektes sind, Fachkräfte und Träger zu unterstützen, sich den aktuellen Herausforderungen im Themenfeld Flucht, Asyl und Migration zu stellen und ihre Leistungsangebote auf die erweiterte Zielgruppe auszurichten. Konkret bedeutet das, die  Bedarfe im Bereich der Arbeit mit jungen Geflüchteten voranzubringen, diese landesweit zusammenführen, Fachlichkeit weiter zu entwickeln und Integration mitzugestalten. Die dabei zu erörternden Fragen zielen auf eine Beschreibung und Weiterentwicklung der gegenwärtigen und zukünftigen Leistungs- und Unterstützungsangebote für junge Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund.

Die Begleitung regionaler Vernetzung und des Austausches unter den Fachkräften, Teams und Trägern aus allen Bereichen der sächsischen Jugendhilfe nimmt einen besonderen Schwerpunkt ein. Darüber hinaus zielt das Projekt auf regionale Vernetzung von Fachkräften und auf eine Konzipierung und Durchführung von themenspezifischen Seminaren, Fachveranstaltungen und Beratungen.

Mit einer projektübergreifenden Zusammenarbeit mit den Kolleg_innen der Projekte „Uferlos – Kampagne zur Aktivierung der Internationalen Jugendarbeit“ und „Mut - Fortbildung, Beratung, Strategieentwicklung zur Prävention gruppierungsbezogener Ablehnungen“ werden u.a. folgende Themen bearbeitet:

  • Beteiligung von jungen Menschen, insbesondere mit Flucht- bzw. Migrationshintergrund
  • interkulturelle Bildung
  • Mobilität von jungen Menschen mit und ohne Flucht- bzw. Migrationshintergrund
  • Prävention, v.a. im Hinblick auf Rassismus und Neonazismus gegenüber Geflüchteten
  • Diversität
  • Wahrnehmung und Umgang mit Konflikten

Mit einer projektübergreifenden und einer über die Grenzen sozialer Arbeit hinaus denkenden Arbeit wollen wir Erfahrungen, Sichtweisen und Ansätze aus anderen Feldern der Jugendarbeit aufgreifen, die den Fachkräften der Jugendhilfe interessante Impulse für die Erarbeitung von Strategien und der Weiterentwicklung eigener Handlungsansätze liefern können.

Aufgaben

Unsere Aufgaben beinhalten die Aufnahme fachlicher Fragen zur Arbeit mit den Zielgruppen sowie Anregungen, Ideen und Bedarfe der Fachkräfte in Sachen Weiterbildung, Beratung und Vernetzung zum Thema Flucht, Asyl und Migration zu bündeln. Die somit zusammenkommenden Informationen bilden Grundlage zur Entwicklung von Fortbildungsangeboten, die bis Jahresende in verschiedenen Formaten – z.B. in regionalen Netzwerktreffen, Seminaren und Fachtagungen – umgesetzt werden.

In diesem Kontext bieten wir Trägern von Einrichtungen der Jugendhilfe, regionalen Netzwerken und Arbeitskreisen sowie den Jugendämtern in den sächsischen Landkreisen und kreisfreien Städten an, bedarfsgerechte Tages- und Mehrtagesveranstaltungen gemeinsam zu entwickeln und noch im Jahr 2016 zu realisieren.

Flyer und Materialien

Flyer zum Projekt connect (96,6 KiB)

Kontakt

Wenn Sie Interesse an einem Fachaustausch, einer Fortbildungsveranstaltung, einem Seminar (Ein- bzw. Mehrtagesseminar) in Ihrer Region oder in Ihrer Einrichtung haben, dann sprechen Sie uns an.

Ansprechpartner_innen

Antje Bretschneider und Kai Dietrich

Tel.: (0371) 5 33 64 - 24
Fax: (0371) 5 33 64 - 26

E-Mail:

Veranstaltungen

Fachtagung „Empowerment fördern - Beteiligung ermöglichen“

Dienstag, 13. Dezember 2016, 09.00Uhr bis 17.00Uhr

  SYSTEMISCHES INSTITUT SACHSEN, Dresdner Straße 38b, 09130 Chemnitz

Rückfragen unter:   connect@agjf-sachsen.de

  Flyer zur Fachtagung „Empowerment fördern - Beteiligung ermöglichen“

  zur Anmeldung

Dokumentation zum Fachtag

connect - Geflüchtete und asylsuchende junge Menschen in der Jugendhilfe kompetent begleiten ist ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft Jugendfreizeitstätten Sachsen e. V., gefördert durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz.