Hinweis zur Anmeldung  

Liebe Interessent*innen, sollten Sie nach Ihrer Anmeldung keine Bestätigungsmail erhalten, nutzen Sie bitte das Anmeldeformular [PDF] und senden Sie dieses ausgefüllt an fortbildung@agjf-sachsen.de oder per Fax (0371-533 64 26) oder Post an uns. Im Falle einer kurzfristigen Anmeldung kontaktieren Sie uns bitte per Telefon (0371 - 533 64 25).

Zusatzqualifikationen

01.03.2021

Häuser und Naturräume in Sachsen

Zusatzqualifikation zum/zur Deeskalationstrainer*in

Zusatzqualifikation 2021 bis 2023

! Achtung, wichtiger Hinweis !

Die Zusatzqualifikation zum/zur Deeskalationstrainer*in wird leider, nicht wie geplant, in diesem Jahr beginnend umgesetzt werden können. Neben pandemiebedingten Einschränkungen sowie Veränderungen des ursprünglichen Programms, ist im Verlaufe des Teilnehmer*innenmanagements deutlich spürbar geworden, dass das halboffene modulare Konstrukt fachlich nicht verantwortungsvoll auszugestalten ist. Diese Form sollte den teilweise schon vorjährig angemeldeten Interessent*innen eine baldige Möglichkeit des Beginnens ermöglichen.

Nun soll die Zeit genutzt und das Konzept der Zusatzqualifikation mit einem professionellen Verständnis von Konfliktmanagement ergänzt und überarbeitet werden. Der Beginn der erweiterten Zusatzqualifikation ist für 2022 mit einer geschlossenen Teilnehmergruppe angedacht. Durch die Nachfragen und Gespräche mit potentiell Interessierten scheint die Konzeptveränderung tragfähig zu sein. Die maximalen Gesamtkosten für die erweiterte Zusatzqualifikation pro Teilnehmenden werden sich für sächsische Teilnehmer*innen auf höchstens 4500 Euro und für nichtsächsische Teilnehmer*innen auf höchstens 4800 Euro belaufen.

Die in diesem Jahr geplanten Seminare werden stattfinden. Bereits erfolgte Anmeldungen bleiben erhalten.

Wir hoffen sehr, dass Sie Verständnis für die Entscheidung zeigen können und wünschen Ihnen vor allem Gesundheit.

Bei Fragen können Sie sich gern an folgenden Mitarbeiter* wenden:

André Dobrig
Tel.: +49 371 5336418
Fax: +49 371 5336426
E-Mail: dobrig@agjf-sachsen.de

 

Pöbeleien, körperliche Auseinandersetzungen, Verweigerung, das Gefühl der Bedrohung sind Formen von Gewalt, die jeder/jedem* begegnen, der in der Arbeit mit Jugendlichen tätig ist. Nach einer Konfliktsituation fühlen sich die beteiligten Mitarbeiter*innen häufig ohnmächtig, unsicher und individuell verantwortlich. Grundidee des Deeskalationstrainings ist, dass sich durch die frühzeitige, präventive Beschäftigung mit der Gewalt die Wahrscheinlichkeit einer der Situation angemessenen Verhaltensweise erhöhen kann. Hier bietet ein vertieftes Training die Möglichkeit, sich praktisch mit dem Thema Gewalt auseinander zu setzen, erlebte Gewaltepisoden zu verarbeiten, die persönlichen Ressourcen in Eskalationsprozessen zu erkennen und weitere deeskalierende Strategien zu erproben.

Diese Zusatzqualifikation richtet sich an Menschen, die ihre Kompetenz im Trainer*innenbereich erweitern und in ihrer Organisation umsetzen wollen. In der Fortbildungsreihe können Grundkompetenzen erlernt werden, um mit Einzelnen und Gruppen Deeskalationstrainings selbstständig durchzuführen. Zur Trainer*innenkompetenz gehören auch Beratungen und Gruppenangebote zur Prävention und Reflexion von eskalierenden Situationen. Es wird Wert auf die Entwicklung einer humanistischen Grundhaltung und auf Wahrnehmung und Wachstum der Selbstkompetenz gelegt.

Neben Vermittlung von theoretischem Wissen ist die Zusatzqualifikation handlungs- und erfahrungsorientiert und reflexiv ausgerichtet. Verbunden mit Reflexion von Praxisprojekten, begleitender Ausbildungssupervision und Vertiefung in Lerngruppenarbeit werden beste Lernsettings zur Ausbildung der Rolle als Deeskalationstrainer*in organisiert.

Kompetenzen und Einsatzmöglichkeiten nach der Zusatzqualifikation:

  • Planung, Durchführung und Nachbereitung von Deeskalationstrainings
  • Beratung von Fachkräften, Nutzer*innen und Organisationen zu Konflikten, Gewalt und Eskalation
  • Konflikt-Moderation von Gruppen/ Teams und zur Organisationsentwicklung, mit kreativen, motivierenden Methoden
  • Erstellen von Gefährdungsanalysen und Kriseninterventionskonzepten als präventives Angebot
  • Planung, Durchführung und Nachbereitung von gewaltpräventiven Angeboten für junge Menschen

Folgende Module sind Teil der Zusatzqualifikation:

Modul 1: 1. bis 3. März 2021 (3 Tage)
Erfahrbar
Deeskalierend Handeln

Beginn, Kennenlernen, Inhalte erfahren, Gruppenbildung
Deeskalation als videounterstütztes Training erleben und planen
Grundlegend Eskalation und Deeskalation verstehen
Trainer: Achim Lenderink, Martin Nestler, Ingo Gelfert
Ort: Rittergut Limbach

Modul 2: 15. bis 17. Juni 2021 (3 Tage)
Sprechbar
Kommunikation in Konflikten
Körper und Sprache, Gewaltfrei und/oder systemisch, professionelle Haltungen zu Kommunikation und Konflikt, Stress, Konflikte und Eskalationen besprechbar machen. Konflikte, die sich mit Gewalt und Gruppenbezogener Ablehnung verbinden.
Trainer: Achim Lenderink, Ingo Gelfert
Ort: Rittergut Limbach

Modul 3: 1. bis 4. November 2021 (4 Tage)
Abgrenzbar
Ich im Kontakt an der Grenze
Biografische Hintergründe und Selbstkompetenz, bezogen auf Gewalterleben und Umgang mit Konflikten, Widerstehen und Selbstschutz, Deeskalation im Feld meiner Konstrukte, mit meiner Haltung im Focus stehen, Reflexion eigener Stressoren, Gewalt verstehen und handlungsfähig bleiben in Gewaltsituationen
Sensibilisierung für den eigenen Körper und Förderung des Körpergefühls,
Wahrnehmen der eigenen Grenzen und der Grenzen Anderer.
Trainer*innen: Cornelia Probst, Ingo Gelfert
Ort: Rittergut Limbach

Modul 4: 17. bis 19. Januar 2022 (3 Tage)
Umsetzbar
Die Gruppe in der Fortbildung

Gruppe wahrnehmen und fördern, Blick auf Fortbildungskonzepte,
Möglichkeiten und Grenzen von Training und Fortbildung
Konzeptionelles zur Planung eigener Trainings, Einführung Praxisprojekt.
Trainer: Martin Nestler, Ingo Gelfert
Ort: Rittergut Limbach

Modul 5: 14. bis 16. März 2022 (3 Tage)
Vermeidbar
Methoden der Gewaltprävention
präventives Arbeiten, methodische Vielfalt
Verantwortung von Fachkräften, Gefährdungsanalysen für Eskalation, Kriseninterventionskonzepte mit Blick auf Mitarbeitende, Nutzer*innen, Räume und Organisation.
Trainer: Achim Lenderink, Ingo Gelfert
Ort: Rittergut Limbach

Modul 6: 4. bis 7. Juli 2022 (4 Tage)
Erweiterbar
Beratung in Konflikten
Beratung und Moderation von Fachkräften und Organisationen,
Grundkompetenzen Beratung, Deeskalation als Teil von Organisationsentwicklungsprozessen,
Training in der Moderationsmethode.
Trainer: Martin Nestler, Ingo Gelfert
Ort: Rittergut Limbach

Modul 7: 7. bis 8. November 2022 (2 Tage)
Reflektierbar.
Reflexion und Feinschliff der Kompetenzen als Trainer*in
Referenten: Matthias Schwabe, Ingo Gelfert
Ort: Rittergut Limbach

Abschließbar: 17. bis 18. Januar 2023 (2 Tage)
Abschlusskolloquium der Zusatzqualifikation
Vorstellung des Codex der Konflikt- und Deeskalationstrainer*innen als Leistung der Lerngruppen.
Reflexion der Praxisprojekte, Ausgabe Teilnahmebescheinigung und Zertifikate.
Trainer*innen: Achim Lenderink, Martin Nestler, Cornelia Probst, Ingo Gelfert

Voraussetzungen:
- (Sozial)Pädagogische Grundausbildung oder angrenzende Professionen
- 5 Jahre Erfahrung in Arbeitsfeldern Jugendhilfe, Bildung und Gesundheit wünschenswert
- Eigene Motivation zur Aneignung von Trainer*innenkompetenzen und zur Auseinandersetzung mit der Rolle als Konflikt- und Deeskalationstrainer*in
- Bestenfalls Unterstützung durch Arbeitgeber

Trainer*innen:
Prof. Dr. Mathias Schwabe
, Evang. Fachhochschule Berlin, Systemischer Berater (SIT & IGST) und Supervisor und Denkzeit-Trainer
Achim Lenderink, Diplom Sozialarbeiter/ Sozialpädagoge, Deeskalationstrainer (IGFH Deutschland), Berlin
Martin Nestler, Diplom-Sozialarbeiter/Sozialpädagoge (FH), Medienwissenschaftler (B.A.), Coach (TRIGON), Deeskalationstrainer, Theaterpädagoge, Berlin
Cornelia Probst, Diplom Psychologin, tiefenpsychologisch fundierte Körperpsychotherapie, Leipzig
Ingo Gelfert, Diplom Sozialpädagoge, Gestalttherapeut DVG, Supervisor DVG, Bildungsreferent, Chemnitz

Voraussetzung für die Zertifizierung:
- Engagierte Teilnahme an allen Theorie – Praxismodulen
- Umfangreiche motivierte Nutzung der Vertiefungs- und Reflexionsangebote in Lerngruppen und Ausbildungssupervision
- Durchführung und Reflexion eines Praxisprojektes

Neben den formellen Kriterien beeinflussen die Lerneinstellung und das Engagement zur Einnahme der neuen Rollen die Zertifikatserstellung

Orte und Preise: Die Seminare finden in Seminarhäusern in Sachsen statt. Preis der Zusatzqualifikation beträgt voraussichtlich 3800,- €.

Diese Zusatzqualifikation zum/zur Konflikt- und Deeskalationstrainer*in findet in Zusammenarbeit mit dem Konfliktlabor Berlin statt.

Information, Beratung und Anmeldung:
Ingo Gelfert
(0371) 5 33 64 – 29

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2020

Sexualpädagogik

Zusatzqualifikation September 2020 bis November 2022

(Zusatzqualifikation)