Seminare

20.08.2019 – 21.08.2019

Naturdenkmal Appenhof, Rothschönberg

gendertrouble

Geschlechterreflektierende Pädagogik gegen autoritären Populismus und Antifeminismus

Eine geschlechterreflektierende Jugendarbeit zielt auf Gleichstellung und Geschlechterdemokratie. Sie setzt auf die Verflüssigung geschlechtlicher Identitätsvorstellungen und das Bewusstmachen der eigenen, geschlechtlichen Sozialisation bei den Adressat*innen wie auch bei den Fachkräften selbst.

Als Teil kritischer Sozialer Arbeit setzt sie sich gleichzeitig immer auch mit weiteren gesellschaftlichen Machtstrukturen auseinander. Sie ist Teil der Strategien gegen Rassismus sowie völkisch-nationalistische und marktradikale Ideologien, die sich ihrerseits in Vorstellungen von Geschlecht und damit verbundenen Anforderungen bei jungen Menschen widerspiegeln. Antifeminismus und Antigenderismus schlagen eine Brücke zu weiterhin breit geteilten, heteronormativen Vorstellungen von Männern und Frauen – Jungen und Mädchen – in der Gesellschaft. Menschen, welche sich im Sinne geschlechtlicher Vielfalt engagieren, werden gezielt angefeindet und als unfachlich und undemokratisch diffamiert.

Professionelle haben sich damit neben ihren Adressat*innen häufig mit einem wenig kooperativen Umfeld auseinander zu setzen. Die Veranstaltung beleuchtet einerseits aktuelle Debatten und Kampagnen, welche durch antifeministische und völkisch-nationalistische Stichwortgebende angestoßen und getragen werden. Außerdem wird es darum gehen, Ansätze, Konzepte und Methoden geschlechterreflektierender Jugendarbeit vorzustellen und im Sinne der eigenen Praxis zu erproben.

Referent*innen: Anna Lena Oldemeier & Ferdinand Backöfer
Methoden: Input, Gruppenarbeit, Fallbesprechung
Zielgruppe: Fachkräfte der Jugendhilfe

Kosten: (inklusive Verpflegung und Übernachtung)
Mitglieder: 60,00 Euro
Nichtmitglieder: 70,00 Euro

Ansprechpartner*in: Kai Dietrich
Telefon: (0371) 5 33 64 – 24

Das Seminar findet vorbehaltlich der Förderzusage durch den Programmträger statt.

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bundesprogramm »Demokratie leben!« sowie das Landesprogramm »Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz«.

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