Notwendigkeit für mehr Inklusion - Offener Brief zur SGB VIII-Reform

Das Bundesjugendkuratorium (BJK) hat in einem offenen Brief die dringende Notwendigkeit einer Reform des Sozialgesetzbuches VIII (SGB VIII) betont, um die Inklusion in der Kinder- und Jugendhilfe zu stärken. Der Brief richtet sich an politisch Verantwortliche auf Bundes- und Landesebene sowie an die Fachöffentlichkeit und fordert die Schaffung rechtlicher, organisatorischer und verwaltungsbezogener Grundlagen für eine inklusive Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe.

Mit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) und der Verankerung der inklusiven Ausgestaltung des SGB VIII im Koalitionsvertrag wurden bereits erste Schritte unternommen. Nun gilt es, diese Bemühungen fortzusetzen und die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit junge Menschen mit Behinderungen besser erreicht und unterstützt werden können.

Das BJK betont, dass eine inklusive Ausrichtung der Kinder- und Jugendhilfe nicht nur den Anforderungen der UN-Konventionen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-BRK) und Kinderrechte (UN-KRK) entspricht, sondern auch den sozialrechtlichen Bestimmungen in Deutschland. Die Reform ist ein entscheidender Schritt, um die Rechte und Teilhabe junger Menschen und ihrer Familien zu stärken.

Der offene Brief ist auf der Homepage des Bundesjugendkuratoriums veröffentlicht.

 

Zurück

Weitere Beiträge

Zwischen "Islamisierung" und "Genderwahn" - Vielfaltpädagogik in Zeiten völkischer Mobilisierungen

Wie befähigen wir junge Menschen zu Selbstbestimmung, gesellschaftlicher Mitverantwortung und fördern ihr soziales Engagement? Welche Formen allgemeiner, politischer, sozialer oder kultureller Bildung setzen an den Interessen der Jugendlichen an und unterstützen die Entwicklung einer selbstbestimmten, ... Weiterlesen …

Fördermöglichkeiten für Fortbildungen

Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr informiert in zwei Broschüren zu den Fördermöglichkeiten des ESF, in denen die Förderprogramme „Weiterbildungsscheck individuell“ und „Weiterbildungsscheck betrieblich“ vorgestellt werden. Weitere Informationen ... Weiterlesen …

Projekt Rückgrat! stellt Ergebnisse im Workshop vor

Workshop für Fachkräfte und Interessierte im Arbeitsfeld der Jugendarbeit - Jugendarbeit gestaltet Maßnahmen gegen Rassismus und andere pauschalisierende Ablehnungen. In den vergangenen drei Jahren wurden im Rahmen des bundesweiten Projektes „Rückgrat! Eine Wissenschaft-Praxis-Kooperation ... Weiterlesen …

Fortbildung, Beratung und Projekte für Sachsen - 2017

Wir Menschen tendieren dazu uns innerlich in einem Spektrum von Situationen, Mustern und Strategien einzurichten, die bekannt, sicher und vorhersehbar sind. Veränderungen, die als überwältigend und nicht gestaltbar erlebt werden, aktivieren die zur Verfügung stehenden Kontroll- und Abwehrmechanismen. Lernen, ... Weiterlesen …

selbstverständlich-menschlich - Der Preis 2016

Seit vergangenem Jahr kooperieren die Sächsische Jugendstiftung und der Kinder- und Jugendring Sachsen bei selbstverständlich menschlich – DER PREIS. Dieser rückt junge Menschen in Sachsen in den Fokus, die sich uneigennützig mit großem persönlichem und ehrenamtlichem Engagement für ein tolerantes ... Weiterlesen …

Rückgrat beweisen! - Rechtsextremismus und Ausgrenzung professionell entgegentreten

Im Projekt „Rückgrat! Eine Wissenschaft-Praxis-Kooperation gegen Rechtsextremismus und gruppierungsbezogene Ablehnungen“ haben über 3 Jahre Forschende der Hochschule Esslingen eng mit Praktiker_innen der offenen und aufsuchenden Jugendarbeit sowie der politischen Jugendbildungsarbeit in vier ... Weiterlesen …

Vortrag: Freizeit ohne Kontrollen

Mit Parolen wie "Was wir wollen: Freizeit ohne Kontrollen" gingen in den 1970er Jahren Tausende Jugendliche in der Bundesrepublik auf die Straßen, sammelten Unterschriften und stritten sich mit Kommunalpolitiker_innen. Anknüpfend an die 68er-Revolte hatten sich in einer Vielzahl von Städten und ... Weiterlesen …

connect - Einladung zum Netzwerktreffen

"Wir sind nicht nur verantwortlich für das, was wir tun, sondern auch für das, was wir nicht tun." Molière, Dichter und Schauspieler (1622 - 1673) Liebe Kolleg_innen, sich begegnen, miteinander ins Gespräch kommen, Wertschätzung und Solidarität erfahren. ... Weiterlesen …