Zusatzqualifikationen

21.08.2018 – 01.12.2019

Seminarzentrum Gut Frohberg, Käbschütztal

Sexualpädagogik

Zusatzqualifikation 2018 bis 2019

Sexualität gehört zu den menschlichen Grundbedürfnissen wie Essen und Schlafen und beginnt im Jugendalter zu einem besonders wahrgenommenen Thema zu werden. Allerdings umfasst diese Entwicklungsaufgabe wesentlich mehr als eine nur genital orientierte Biologie mit Blick auf Körperfunktionen und Fortpflanzung. Um gelingende sexuelle Entwicklung zu ermöglichen, brauchen die Begleiter*innen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verschiedene Fähigkeiten.

Die scheinbare Offenheit der heutigen Zeit, suggeriert durch Medien, nimmt viele Erwachsene, so glauben sie, offensichtlich aus der Pflicht, wichtige Informationen an Heranwachsende zu geben und sie in den körperlichen und psychischen Umbruchzeiten gut zu begleiten. Die Medien als alleiniger Aufklärer implizieren Halbwahrheiten und falsche Gefühle. Deshalb brauchen gerade Fachkräfte, die beruflich in Beziehung zu Kindern und Jugendlichen stehen, sexualpädagogisches Spezialwissen.

Die Zusatzqualifikation bietet umfangreiches Wissen zu den Facetten der menschlichen Sexualität. Für die praktische Handlungskompetenz wird ein Methodenkoffer im Laufe der Fortbildung zum Thema gepackt und auf persönliche Anwendbarkeit geprüft. Die eigene Sprach- und Reflexionsfähigkeit zum Thema Sexualität wird angemessen thematisiert und weiterentwickelt.

Zielstellungen

Erwerb von

  • Sicherheit im zielgruppenadäquaten sexualpädagogisch begleitenden Handeln
  • Wissen über sexuelle Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden
  • Kompetenzen in der sexualpädagogischen Projektarbeit
  • Wissen über Schutz- und Präventionskonzepte einer Einrichtung
  • Bewusstheit über Wirken der eigenen Biografie
  • Wissen über Qualitätsstandards in der sexualpädagogischen Arbeit

Block 1 »Einstieg, Kennenlernen«

Ankommen in der Fortbildungsgruppe Kennenlernen des Gesamtkonzeptes der ZQ
Verortung des Themas Sexualität in der Pädagogik, Grundverständnis von sexualpädagogischem Handeln

 21. - 23. August 2018

Block 2 »Körperwissen und Sprache«

Sexuelle und körperliche Entwicklung in den verschiedenen Lebensphasen
Methoden und Medien der Sexualaufklärung für Kinder und Jugendliche
Sexualität in unterschiedlichen Medien und Formaten

  18. – 20. Oktober 2018

Block 3 »Sexuelle Biografie«

Reflektion der eigenen Aufklärung, Sexualisierung und Identität
Erleben eigener Normen und Werte hinsichtlich Sexualität und deren Einfluss auf das pädagogische Handeln

  5. – 8. Dezember 2018

Block 4 »Vielfältige Lebenswelten«

Sexuelle Orientierungen und sexuelle Identitäten
Wirkung von Geschlecht im pädagogischen Alltag, gendersensible Arbeit
Geschlechterrollen, Beziehungen, Kulturelles, Diversität

  17. – 19. Januar 2019

Block 5 »Lust und Gesundheit«

Schwangerschaften und Abbruch, Teenagerschwangerschaften
Aktuelle Verhütungsmethoden
Pornografie, Selbstbefriedigung
Sinne und Sinnlichkeit

  7. – 9. März 2019

Block 6 »Sexualität und Grenzen«
Nähe und Distanz im Arbeitsfeld
Sexuelle Grenzverletzungen, Übergriffe und sexuelle Gewalt
Rechtsinformationen

  16. - 18. Mai 2019

Block 7 »Sexualpädagogische Kommunikation«
Grundlagen der Beratung, Übungssituationen zum Thematisieren von Sexualität
Gestaltung von kreativen Beratungssettings
Reflexion und Klärung des eigenen Sprachstils

  4. - 6. Juli 2019

Block 8 »Rolle und Haltung«
Verortung der bearbeiteten Themen bei sich selbst: Selbstbestimmung, Schwangerschaftsabbruch, Gewalt, Grenzen, Moral, Geschlechterrollen, Pornografie
Ansprechpersonen und Netzwerke in Sachsen

  29. - 31. August 2019

Block 9 »Abschluss und Würdigung«
Praxisprojektpräsentation und Reflexion, Kolloquium und Zertifikatsvergabe
Abschied von der Gruppe

  7. - 9. November 2019

Referent*innenteam: Antje Schulz und Anja Kölbel, Eunike Zobel, Antje Schulz + weitere externe Referent*innen

Unterstützer*innen: Landesfachstelle Jungenarbeit Sachsen, different people e.V., AIDS Hilfe Dresden, Shukura Dresden, LAG Mädchen und junge Frauen in Sachsen e.V. Fachstelle für Mädchen*arbeit und Genderkompetenz
Methoden: Selbsterfahrung, Übungen, Input, Gruppenarbeit, kollegialer Austausch, Praxisgruppenarbeit, Praxisprojekt
Zielgruppe: sächsische sozialpädagogische Fachkräfte der Jugendarbeit und Jugendhilfe, 2-jährige Berufserfahrung

Zeitlicher Umfang: 9 Blockveranstaltungen von 2018 bis 2019, Präsenzzeiten 8x3 und 1x4 Tage; Selbststudium; Praxisgruppentreffen zwischen den Präsenszeiten; Vorbereitung, Umsetzung und Reflexion Praxisprojekt, Gruppensupervision

Kosten: auf Anfrage

Information, Beratung und Anmeldung: Anja Kölbel
Telefon: (0371) 5 33 64 – 21

Der Flyer zum download

Das komplette Angebot zum Ausdrucken in .pdf.

 

Die Teilnehmenden können bei entsprechender Voraussetzung finanzielle Förderung beantragen.

Förderbedingungen der SAB

Mit der Anmeldung reservieren Sie sich einen Platz, im Anschluss erhalten Sie von uns den Motivationsbogen. Mit der Vertragsunterzeichnung ist die Anmeldung rechtswirksam.

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Jan 2018

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