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Mut – Fortbildung, Beratung, Strategieentwicklung zur Prävention gruppierungsbezogener Ablehnungen

Der Arbeitsbereich MUT besteht seit 2008 und setzt Fortbildungen und Beratungen im Themenfeld um und unterstützt Partner_innen der demokratiefördernden Arbeit bei der Entwicklung strategischer Präventionskonzepte.

Seit Januar 2017 setzt die AGJF Sachsen e.V. das Projekt „Mut - Rassismusprävention und Strategien gegen gruppierungsbezogene Ablehnungen“ um. Das Projekt setzt die bewährte Strategie fort, die Sensibilität und Handlungskompetenz bei Fachkräften der Jugendarbeit und in angrenzenden Arbeitsfelder zu verstärken und weiter zu entwickeln. Es reagiert auf verschiedenen Ebenen auf die aktuellen u. andauernden Bedarfe zur Präventionsarbeit gegen gruppierungsbezogene Ablehnungen (v.a. Rassismus und Feindschaft gegenüber Geflüchteten) und Neonazismus. In Seminaren und Beratung unterstützen wir Fachkräfte in Aufstellung und Umsetzung von strategischen Präventionsmaßnahmen in ihren Einrichtungen bzw. in der Arbeit mit Jugendgruppen und im Gemeinwesen.

Im Themenbereich gibt es derzeit folgende Projekte:

MUT – Rassismusprävention und Strategien gegen gruppierungsbezogene Ablehnungen

Die Themen Prävention von Rassismus und gruppierungsbezogenen Ablehnungen sowie demokratieentwickelnde Praxis sollen durch das Projekt bei Fachkräften und im Arbeitsfeld verankert werden.

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Modellprojekt MUT – Interventionen. Geschlechterreflektierende Prävention gegen Rassismus im Gemeinwesen.

Ziel des Projektes MUT Interventionen ist es, Träger der Jugendhilfe dabei zu unterstützen die Potentiale von Jugendarbeit im Themenfeld Rassismusprävention in den Sozialraum zu tragen.

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Land in Sicht! Demokratiegestaltung innovativ qualifizieren

Im Rahmen von Wissenschaft-Praxis-Kooperation werden mit sechs Bildungsträgern in unterschiedlichen ländlich geprägten Regionen Deutschlands innovative Fort- und Weiterbildungsangebote für professionelle und zivilgesellschaftliche Akteure entwickelt und bis zur Modellreife gebracht.

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EEOB - Strategische Partnerschaft Eastern Europe Open Boundaries

Ziel des Projektes ist es, Jugendarbeit in Europa im spezifischen Bereich der geschlechterreflektierenden, rassismuskritischen Präventionsarbeit weiterzuentwickeln.

Gemeinsames Projekt von MUT und Uferlos

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TRARA – Modellprojekt zur Implementierung von Transferstrategien als Radikalisierungsprävention

Ein Projekt des LAK Mobile Jugendarbeit Sachsen in welchem MUT als Kooperationspartner*in mitwirkt.

Ziel des Modellprojektes ist es, aktuelle pädagogische Ansätze der Radikalisierungsprävention im Zusammenhang mit Ansätzen der Demokratie- und antirassistischen Jugendbildung im Arbeitsfeld der (aufsuchenden) Jugendarbeit im Bundesland zu implementieren.

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Veranstaltungen

Fachtagung "Die Erfindung der Gruppe. Vielfaltpädagogische Antworten auf 'Wir' und 'Die Anderen'"

Termin: 12. April 2018
Ort: Galerie KUB, Kantstraße 18, Leipzig
Anmeldung und mehr Information hier...

Flyer zum Fachtag "Die Erfindung der Gruppe"

MUT-Fachtag-2018-Erfindung der Gruppe.pdf (405,0 KiB)

Fachsalon 10 Jahre MUT. Rundblick: Auseinandersetzung mit Neonazismus und Rassismus in Sachsen

Termin: 8. Mai 2018
Ort: Weltecho, Chemnitz
Anmeldung und mehr Information hier...

Workshop für Fachkräfte der Jugendarbeit und Interessierte im Arbeitsfeld

Was soll nur aus dir werden? Kritische Reflexion von Leistungsanforderungen an junge Menschen

Heinz Steinert schreibt 2006: »Der globale Neoliberalismus, (…) hat keine Geduld mehr mit Leuten, die mit exotischen Drogen experimentieren, ihre nicht der Hetero-Norm entsprechenden sexuellen Gelüste für beachtlich gehalten wissen wollen, entwicklungsbedingte Unklarheiten über sich selbst aggressiv ausleben oder Leistung und Erfolg für ziemlich traurige Ideale halten.« Die »ziemlich traurigen« Ideale haben Einzug auch in Lebensläufe und Alltagswelten junger Menschen gehalten. Sie werden konfrontiert mit uneinlösbaren wie widersprüchlichen Aufgaben: sich arbeitsmarktadäquat und den individuellen Neigungen entsprechend zu bilden, sozial kompetent zu werden und Durchsetzungsmacht zu entwickeln, sich als einmaliges Selbst zu entfalten und genauso wert zu schätzen, wie die allgemeine, gesellschaftliche Vielfalt. Sie sollen regional verbunden und bereit sein, jederzeit an einen anderen Ort der Welt zu wechseln.

Bildungsinstitutionen und Soziale Arbeit stehen vor dem Dilemma individuelle Entwicklungen fördern zu wollen und gleichzeitig »Normalbiographien« anzustreben. Dabei laufen sie Gefahr eigene Bilder des Aufwachsens und bestehende Leistungsanforderungen weiter zu geben. Das Leistungsethos verweist auf gewinnen und verlieren und führt zu individueller Selbstpriorisierung. Hier benötigt es Räume für alternative und vielfältige Erfahrungen sowie Maßnahmen, welche Absetzungshaltungen gegenüber den »Nicht Genügenden« und »Nicht Dazugehörigen« kritisch in die Diskussion bringen.


Referent*innen:

Dr. Nils Schumacher (MA in der wissenschaftlichen Begleitung des Projektes)
Kai Dietrich (Regionale Praxisbegleitung des Projektes)

Termin:

07.06.2018, Kreativcafé All-In, Chemnitz

Anmeldung hier

Ansprechpartner: Kai Dietrich

Workshop für Fachkräfte der Jugendarbeit und Interessierte im Arbeitsfeld -

Sichtbare Unsichtbarkeiten. Erlebnispädagogische Stadterkundungen zu Ein- und Ausgrenzungsdynamiken

Städtische Räume sind Ort struktureller Repräsentationen gesellschaftlicher Verhältnisse und machen transparent, wie unsere Gesellschaft funktioniert. In der Öffentlichkeit lässt sich erkennen, wer und was gesellschaftliche Sichtbarkeit beansprucht und auch bekommt. Erst auf den zweiten Blick wird erkennbar, wer auf Öffentlichkeit verzichtet oder kaum sichtbar wird.

In den letzten Jahren gelangten unter anderem geflüchtete Menschen in den öffentlichen Fokus, weil diese vermehrt in den Städten und Gemeinden sichtbar wurden. Darüber hinaus wurden in der Öffentlichkeit auch in neuer Dimension zunehmend aggressive Ablehnungen und Rassismus gegenüber diesen Menschen sowie einer sie schützenden Politik verhandelt. Autoritäre, ordnungspolitische Anrufungen beanspruchten Plätze für »Deutsche«, verallgemeinerten die rassistischen Aufmärsche zum zivilgesellschaftlichen »Wir« und platzierten Bilder von devianten, gefährlichen »Anderen«.

Der rechte Kulturkampf beansprucht in einer neuen Qualität öffentliche Räume zu besetzen. Den Verurteilungen folgen Debatten, welche es auch schon gegen missliebige Jugendliche, Trebegänger*innen oder Rauschmittelkonsumierende gegeben hat. Dabei sollen Räume nicht allein weiß und deutsch, sondern auch möglichst männlich erhalten werden. Das Seminar begibt sich auf die Suche nach Unsichtbaren, nach Ausgrenzungsstrukturen, nach spannenden urbanen Aktivitäten und Geschichten und damit nach neuen Sichtweisen.


Referent*innen:

Tanja Schwichtenberg (Sonderpädagogin zu Lernschwierigkeiten und Verhaltensauffälligkeiten, Erlebnispädagogin, Hamburg)

Ana-Cara Methmann (M. A. Ethnologie, Trainerin zu den Themen Migration, Kultur und Rassismuskritik, systemischer Coach und Prozessbegleiterin, Leipzig)

Termin:

25. bis 26. Juni 2018, Evangelische Jugendbildungsstätte, Dresden

Anmeldung hier

Ansprechpartner: Kai Dietrich

Beratungen/Inhouse-Seminare

Darüber hinaus bieten wir Trägern und Teams der Jugendhilfe, Beratungen und Seminare vor Ort an, die am jeweiligen Bedarf zum Umgang mit rassistischen Diskursen, Gruppenbezogenener Menschenfeindlichkeit und Neonazismusprävention allgemein ansetzen. Bei Bedarf melden Sie sich gern bei uns unter den angegebenen Kontaktdaten.

Publikationen

Seit dem Jahr 2008 erlangte Erkenntnisse und Berichte können unter der Rubrik Publikationen eingesehen werden bzw. stehen zum Download bereit.

Zu den Publikationen

Bisher umgesetzte Projekte im Arbeitsfeld

Projektkoordination MUT

Kai Dietrich

AGJF Sachsen e.V.
MUT-Projekte
Neefestraße 82
09119 Chemnitz

Tel.:  (0371) 5 33 64 - 24
Fax:  (0371) 5 33 64 - 26

E-Mail: