Fachtagungen

26.09.2017

Villa Wollner, Dresden

Leinen los

Frischer Wind für die Jugendarbeit durch internationale Perspektiven

Download des Veranstaltungsprogramms

Leinen los – ins Uferlos. Seit der letzten Fachtagung der Internationalen Jugendarbeit (IJA) in Sachsen vor drei Jahren ist inzwischen aus dem Unterstützungsbedarf der freien und öffentlichen Träger das Projekt »Uferlos« entstanden. In Kooperation mit dem Landesjugendamt und allen interessierten Organisationen soll »Uferlos« die Zusammenarbeit aller Träger fördern und Jugendarbeiter_innen in die Lage versetzen, die Potentiale von internationalen Begegnungen auszuschöpfen.

Unter dem titelgebenden Motto wollen wir gemeinsam mit sächsischen Einrichtungen, Interessenvertreter_innen der Internationalen Jugendarbeit und politischen Ansprechpartner_innen die Weiterentwicklung der IJA und deren Potentiale für die Jugendarbeit ausloten.

Zentrale Themen der Fachtagung sind:

  • Internationale Jugendarbeit als wirksame Methode der Jugendarbeit
  • Von kommunal zu international und zurück: Internationale Jugendarbeit vor Ort stärken
  • IJA wirkt! - Öffentlichkeitsarbeit für die Anerkennung der IJA

Mit dieser Fachtagung wollen wir Hindernisse und Stolpersteine im Arbeitsfeld ausräumen und damit ein starkes Signal zur Anerkennung, Nutzung und Weiterentwicklung der Internationalen Jugendarbeit setzen. Das gesamte Programm gibt es auch als Download.

Ablauf:
9:30 Ankommen bei Kaffee und Tee

10:00 Einstieg und Begrüßung

10:30 – 11:15    Input I: Internationale Jugendarbeit als wirksame Methode der Jugendarbeit; Prof. Dr. Werner Lindner

Der Input diskutiert die Wirksamkeit der Internationalen Jugendarbeit in zwei Dimensionen, die wechselseitig miteinander verbunden sind: zum Einen im Hinblick auf die sozialpädagogischen Wirkungseffekte; und zum Anderen im Hinblick auf die (möglichen) positiven Einflusspotenziale auf das Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendarbeit selbst. Diese sowie ihre Akteure werden dabei als maßgebliches Basisfeld für die Aktivitäten der Internationale Jugendarbeit identifiziert. Vor diesem Hintergrund sind insbesondere deren strukturelle, professionelle, strategische und politische Einflussfaktoren in Betracht zu ziehen und zu analysieren: welche positiven wie negativen Wirkungen sind von der Kinder- und Jugendarbeit aus auf das Segment der Internationalen Jugendarbeit auszumachen und umgekehrt? Als grundlegende Dimensionen einer möglichen weiteren positiven Entwicklung werden im Anschluss insbesondere die Dimensionen der „epistemischen“ und der „politischen“ Robustheit sowie einige andere fachwissenschaftliche und konzeptionelle Zugänge für das weitere konkrete Vorgehen vorgestellt.

11:15 – 12:00    Input II: Perspektiven von Praxis-Expert_innen, Deutsch-Polnisches Jugendwerk und Tandem - Koordinierungszentrums Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch

Aus Sicht erfahrener Praktiker_innen des Deutsch-Polnischen und Deutsch-Tschechischen Austausches sollen nach dem ersten Input in einem diskursiven Vortrag die sächsischen Möglichkeiten und Entwicklungspotentiale angerissen werden, um diese dann im weiteren Verlauf der Tagung und in den Workshops zu verschiedenen Themen weiter zu diskutieren und auszuloten.

12:00 – 12:20    Kaffeepause

12:20 – 12:40    Projektspot Uferlos-Internetportal; Claudio Orlacchio und Anna Pöhl
Das Team von Uferlos wird durch sein Mitte des Jahres online gehendes Informations- und Vernetzungsportal leiten und zur Nutzung einladen.

12:40 – 13:00    Projektspot IJAB e.V.; Anne Sorge-Farner und Anneke Schlummer
Die IJAB e.V. – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland mit ihrer 50-jährigen Erfahrung in der Internationalen Arbeit wird ihre Betätigungsfelder vorstellen und zu ihren nach der Pause folgenden Workshops einladen.

13:00 – 14:00    Mittagspause

14:00 – 16:00    Workshopphase

WS I: Nichts los? Dann Leinen los! – Internationale Jugendarbeit als wirksame Methode der Jugendarbeit; Prof. Dr. Werner Lindner
Auf der Grundlage des Inputs können im Workshop mögliche Konsequenzen und Konkretisierungen diskutiert und geprüft werden: Welche konzeptionellen aber auch welche konkreten Schritte im Hinblick auf die weitere Entwicklung beider Arbeitsfelder können als aussichtsreich beurteilt werden? Welche Qualitätskriterien sind in besonderem Maße zu berücksichtigen? Welche konkreten Aufgaben stehen dabei zur Bewältigung an? Welche Rollenverteilung zwischen kommunalen und landesbezogenen Institutionen sowie den Akteuren offener und verbandlicher Jugendarbeit sind derzeit zu beobachten? Wie müssten diese ggf. neu austariert werden? Wie können landes- und jugendpolitische Rahmungen und deren weitere Entwicklungsperspektiven mit einbezogen werden?

WS II: Von kommunal zu international (und zurück) – Internationale Jugendarbeit vor Ort in Sachsen stärken; Anneke Schlummer, IJAB e.V.
Städte, Gemeinden und Landkreise müssen Jugendlichen Zukunftsperspektiven bieten. Grenzüberschreitende Mobilität birgt hier besondere Potentiale für die Persönlichkeitsentwicklung und den Kompetenzerwerb junger Menschen – auch gerade für diejenigen mit weniger Chancen.
Mit den Projekten „Kommune goes International“ und „Internationale Jugendarbeit im Plan“ konnte IJAB wichtige strategische kommunale Prozesse anstoßen, um gemeinsam mit lokalen Trägern die Internationale Jugendarbeit vor Ort zu stärken.
Der Workshop beleuchtet den Aufbau eines lokalen, sektorübergreifenden Netzwerks von öffentlichen und freien Trägern, den Planungsprozess sowie die politische und strukturelle Verankerung der Internationalen Jugendarbeit in der Kommune. Gemeinsam werden folgende Fragen diskutiert:
•    Was bringt die Internationale Jugendarbeit dem Land Sachsen?
•    Welchen Herausforderungen begegnen die Teilnehmenden vor Ort?
•    Wie kann das Arbeitsfeld Internationale Jugendarbeit in sächsischen Kommunen geplant werden?
•    Warum sind lokale Netzwerke so wichtig?

WS III:  #internationalheart - Öffentlichkeitsarbeit für mehr Sichtbarkeit des internationalen Jugendaustauschs. Anregungen für regionale Kooperation ; Anne Sorge-Farner, IJAB e.V.
Internationaler Jugendaustausch ist ein vielfältiges Arbeitsfeld. Unterschiedlichste Formate geben jungen Menschen die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren, über den Tellerrand zu blicken, andere Länder und Kulturen kennenzulernen. Diese Lernerfahrungen fördern die Entwicklung von Schlüsselkompetenzen und die Wertschätzung von Vielfalt, grenzüberschreitender Solidarität und Toleranz.  Doch wie lassen sich diese Wirkungen internationaler Jugendbegegnungen sichtbar und deutlich machen? Wie kann Öffentlichkeitsarbeit der Träger gestaltet werden, auch in Kooperation auf regionaler Ebene, um die wenigen Ressourcen, die vorhanden sind, optimal zu nutzen und eine möglichst breite Wirkung zu erzielen? In diesem Workshop wird die Social Media Kampagne #internationalheart vorgestellt und Ideen zu mehr Sichtbarkeit und Anerkennung des internationalen Austauschs erarbeitet.

16:00 – 16:15    Kaffeepause

16:15 – 17:00    Workshop-Ergebnisse im Austausch, Ausklang aus der Tagung

Referent_innen: Prof. Dr. Werner Lindner (EAH Jena), Anne Sorge-Farner (IJAB e.V.), Anneke Schlummer (IJAB e.V.), Tandem-Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch, Deutsch-Polnisches Jugendwerk
Methoden: Inputvorträge, Projektspots, Workshops
Zielgruppe: Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe

Kosten
Mitglieder: 20,00 Euro
Nichtmitglieder: 30,00 Euro

Ansprechpartner: Claudio Orlacchio
Telefon: (0371) 5 33 64 – 17

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